Intern
    Professur für Kunstpädagogik

    Kunstpädagogik als soziales Projekt

    An der >Forschungsstelle aesthetische Bildung< werden Aspekte der ästhetischen Bildung unter besonderer Berücksichtigung von Kindern und Jugendlichen in sozial schwierigen Konstellationen untersucht.

    [waebi]

    Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Forschungsprojekt [waebi] sind bundesweit Institutionen mit hochwertigen Bildungsangeboten Kooperationspartner der Forschungsstelle aesthetische Bildung.

    Forschungsleiter sind Prof. Dr. Roland Stein (Lehrstuhl Sonderpädagogik V) und Prof. Dr. Oliver M. Reuter (Professur für Kunstpädagogik). Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen sind Tanja Wilkeneit und Sabine Wolz.

    Eltern, die in der ästhetischen Bildung eine sinnvolle Komponente von Erziehung sehen, ergänzen gerne das schulische Angebot. Sie bieten ihren Kindern Kurse aus der zunehmend bunter werdenden Palette außerschulischer Kurse. Die Kinder und Jugendlichen besuchen die Musikschule, sie spielen Theater, gehen in eine Malschule. Wenn es sich nicht gerade um Kurse handelt, die etwa kirchliche Träger gegen eine symbolische Beteiligung anbieten, verursacht dieses Bemühen Kosten. Doch nicht alle Eltern, die sich um die ästhetische Bildung ihres Nachwuchses sorgen, können die Unkosten dafür bestreiten. Auf diese Weise geschieht eine soziale Abkopplung, qualifizierte ästhetische Bildung verschließt sich zunehmend den sozial Schwachen.

    Zwei Forschungsprojekte laufen derzeit: >Menschen im Aufwind< und >waebi<.

    In Deutschland befinden sich immer mehr Menschen in sozial schwierigen Konstellationen, in deren Folge Jugendliche wenig oder keinen Zugang zu ästhetischer Bildung haben. Aufgrund der aktuellen gesellschaftlichen wie politischen Dynamiken leiden vor allem Kinder und Jugendliche, die sich entwicklungspsychologisch in besonderem Maße mit Fragen der Identitätsfindung sowie der Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen auseinandersetzen, unter ihrer gegenwärtigen Situation.

    Pädagogische Gelingensbedingungen und Wirkungen ästhetischer Bildungsprozesse werden an zwei unter die skizzierte Problematik fallenden Gruppen erforscht werden: zum einen minderjährige Flüchtlinge, zum anderen Jugendliche mit einem niedrigen sozio-ökonomischen Status/ in schwierigen Familienkonstellationen.

    Schwierige soziale Konstellationen von Jugendlichen lassen sich in der Regel nicht auf einzelne Problematiken zurückführen. Vielmehr korrelieren meist unterschiedliche Faktoren der Unterversorgung miteinander und führen in der Konsequenz zu gescheiterten Bildungsbiografien sowie zu Schwierigkeiten in der soziokulturellen Partizipation.

    Minderjährige Flüchtlinge stellen insofern eine besondere Gruppe dar, als sie häufig zusätzlich zu den schwierigen äußeren Bedingungen auch ein starkes psychosoziales Belastungserleben sowie Akkulturationsprozesse bewältigen müssen.

    Menschen im Aufwind

    Das Fach Kunstpädagogik an der Uni Würzburg hinterfragt die Rolle des Fachs in seiner sozialen Verantwortung. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung eines sozio-kulturellen Projektes sollten neben anderen Aspekten die Selbstwahrnehmungen von teilnehmenden Kindern untersucht werden. Diese waren zu einem Sommercamp eingeladen, im Laufe dessen sie verschiedene Workshops mit einem musisch-ästhetischem Angebot durchliefen. Ziel der begleitenden Forschung war es, herauszufinden, welche Inhalte die Kinder bevorzugten, welcher Art die Selbstwahrnehmung ist, sowie welchen Gewinn die Kinder aus dem Sommercamp für sich ziehen.

    Weitere Informationen zum konkreten Projekt unter www.menschen-im-aufwind.de

    Studierende in sozialer Verantwortung

    Immer wieder findet Lehre im Kontext sozialer Verantwortung statt. Vermittlungsprojekte mit dem Projekt >Menschen im Aufwind< oder mit von den Studierenden selbst ausgesuchten Vermittlungspartnern:

    - Heilpädagogische Wohngruppe für Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF)

    - Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus dem Schiffer-Kinderheim

    - Begleitung eines Kindes auf einer Station für Kinder mit Krebserkrankung

    - Zeichnen mit Bewohnerinnen eines Altersheims

    - Unterrichten in K.L.E.C.K.S. und im Chambinszky

    Kontakt

    Professur für Kunstpädagogik am Institut für Pädagogik
    Wittelsbacherplatz 1
    97074 Würzburg

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